... zu Ihrem Hund

 

Neue Leptospiroseimpfung!

Die Leptospirose („Stuttgarter Hundeseuche“) ist eine weltweit verbreitete bakterielle Erkrankung von Hunden und anderen Säugetieren. Diese Erkrankung kann auf den Menschen übertragen werden und ist momentan weltweit die häufigste Zoonose1 .

 
Die Ansteckung erfolgt primär durch Kontakt mit infizierten Hunden, die die Leptospiren mit Harn und Speichel oft Monate bis jahrelang intermittierend ausscheiden. Auch die sekundäre Ansteckung durch Fleisch oder kontaminierte Umgebung ist möglich.Klinisch Symptome variieren von symptomlos bis zum Multiorganversagen (bes. Leber und Niere) bei der schweren Verlaufsform.

Bislang wurde gegen die Erregerstämme L. Canicola und L. Icterohaemorrhagiae geimpft.

Seit Neuesten gibt es einen Impfstoff, der gegen zwei weitere Erregerstämme – L. Bratislava und L. Grippotyphosa – hilft. Diese beiden Leptospirose-Serovare nehmen seit den letzten Jahren an Bedeutung zu.

Herkömmlicher Impfstoff Neuer Impfstoff

L. Canicola

L. Icterohaemorrhagiae

L. Canicola

L. Icterohaemorrhagiae

L. Bratislava

L. Grippotyphosa


 

 

 

 

 

Seit September 2013 verwenden wir in unserer Tierarztpraxis den neuen Impfstoff, der einen Schutz gegen alle 4 Erregerstämme ermöglicht.

 Für Hund und Tierbesitzer gibt es nun zwei Möglichkeiten:

 

1)     Um einen wirklich guten Impfschutz gegen die zwei neuen Erregerstämme zu erreichen, muss die Impfung nach 4 Wochen wiederholt werden (Grundimunisierung), danach wird wie gewohnt jährlich geimpft.

 

2)     Wird der Hund nicht nach 4 Wochen nachgeimpft, sondern erst zum regulären Impftermin ein Jahr später, ändert sich im Vergleich zu den Vorjahresimpfungen nichts. Der Hund hat wie die Jahre zuvor einen Impfschutz gegen die herkömmlichen Erregerstämme  L. Canicola und L. Icterohaemorrhagiae. Gegen die neuen Erregerstämme ist der Impfschutz aber nicht ausreichend.

 

(1 Zoonosen  sind von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragbare Erkrankungen.)

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Sommerzeit ist Grannenzeit

Schmerhaften Fremdkörpern vorbeugen...

Mäusegerste - GranneBesonders die langhaarigen und schlappohrigen Hunde sind in der Spätsommerzeit gefährdet, beim Spaziergang eine Granne „aufzugabeln“.

Der Blütenstand der wilden Mäusegerste (Hordeum murinum) ist deshalb so gefährlich, weil die langen, rauen Ähren (Grannen) bei Berührung sehr leicht abbrechen und sich am Fell stöbernder Hunde anheften können.

Die mit feinen Widerhaken bewehrten Grannenfäden verhindern ein Abschütteln und lenken die stacheligen Grannenspitzen, wie kleine Pfeile, tiefer ins Fell der Tiere hinein.

Auf diese Weise können die Ähren oder Ährenteile in Ohren, Augen, Nasenlöchern oder in die Haut (vor allem im Zwischenzehenbereich) eines Hundes vordringen.

Je nach Lokalisation kommt es dann zu verschiedensten Beschwerden:

  • Entweder akut (=plötzlich auftretend) zu
    • ständigem Kopfschütteln oder Kopfschiefhaltung
    • einseitiger Lidbindehautschwellung mit starkem Tränenfluss
    • heftigem Niesen oder
  • nach einiger Zeit, wenn der Körper versucht, den eingedrungenen Fremdkörper wieder zu eliminieren, zu
    • eitrigen Entzündungen ggf. mit Abszessbildung (vor allem im Zwischenzehenbereich),
    • einseitigem Nasenausfluss.

Um Ihr Tier vor Grannen so gut wie möglich zu schützen, empfehlen wir Ihnen folgende Prophylaxemaßnahmen:

Während der Sommermonate sollten vor allem die Haare im Zwischenzehenbereich langhaariger Hunde kurz geschnitten werden, um die Kontrolle nach jedem Spaziergang zu erleichtern.

Alternativ empfiehlt sich das Befeuchten der Pfoten zur besseren Übersicht. Haare auf den Innenseiten von Schlappohren sollten geschoren werden. Vor allem bei mittelgroßen schlappohrigen Rassen (wie z.B. Cocker etc.) können für die Dauer der Spaziergänge die Ohren mit Haargummis verschlossen und geschützt werden.

Tierarztpraxis
Markus Behle

Hans-Sachs-Str. 12
90765 Fürth-Stadeln

Tel.: 0911 / 5 68 09 49

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